Komm zu dir selbst, dann wird es dir besser gehen
Wer sind wir, wenn niemand hinschaut? Die Inszenierung "Komm zu dir selbst, dann wird es dir besser gehen" unter der Regie von Anna Klimešová und Petr Erbes ist ein kollektives performatives Gedicht über Selbstwertgefühl, Einsamkeit und den Mut, man selbst zu sein. Achtzehn junge Performer schaffen durch Bewegung, Musik, Videoprojektionen und persönliche Aussagen eine Bühnenwelt, in der sie zu den Worten zurückkehren, die sie seit ihrer Kindheit über sich selbst gehört haben. Sie fragt, ob es möglich ist, "zu sich selbst" zu gelangen, außerhalb der Stimmen von Eltern, Freunden oder anonymen Beobachtern, die wir in uns selbst tragen.
Die Musik wurde von Mikuláš Mia Ekrt komponiert, die Szenografie von Lucia Krausová und die Videoprojektionen von Erik Bartoš. Das zentrale Motiv ist ein Kreis - ein Raum, in den man eintreten und sich selbst bleiben kann, oder umgekehrt spüren kann, wie zerbrechlich es sein kann, seine Präsenz dem Blick anderer auszusetzen. Die Schöpfer untersuchen eine Generation, die unter ständigem Bewertungsdruck aufwächst, in der Aufmerksamkeit zum Maßstab des Selbstwertgefühls wird.
Das Projekt entstand aus einem offenen Aufruf unabhängig von vorheriger Erfahrung - auf der Bühne treffen sich daher junge Menschen aus verschiedenen Umgebungen, einige zum ersten Mal. Das kollektiv erstellte Drehbuch bildet ein Mosaik einer Generation, die lernt, ihre Zweifel, Träume, Ängste und das Bedürfnis nach Akzeptanz zu benennen.
Die Inszenierung bietet keine einfachen Antworten. Sie stellt sie laut: Was würden unser Körper und unser Geist tun, wenn sie wirklich frei wären? Mag ich mich selbst? Mag ich mich selbst?











