Schloss Gripsholm
Kino Ponrepo, Prag
Nach Regisseuren aus der "brüderlichen" DDR interessierten sich auch Filmschaffende von der anderen Seite des Eisernen Vorhangs für einen tschechischen Star. Kurt Hoffmann war bei uns Anfang der sechziger Jahre bereits sehr gut etabliert – sowohl bei der Kritik als auch beim Publikum, das besonders die witzige Komödie "Das Wirtshaus im Spessart" und die Satire "Wir wunderbaren Kinder" liebte. Auf den Plakaten zu "Schloss Gripsholm" stand der Name der jungen tschechischen Schauspielerin an erster Stelle. Obwohl es sich "nur" um eine charmante Sommergeschichte eines jungen Paares handelt, nahmen die Kritiker sowohl die Schauspielerin als auch den Film wohlwollend auf – mit Ausnahme einiger professioneller Besserwisser, die einwandten, dass Hoffmann den ironischen Inselnwitz von Kurt Tucholskys dreißig Jahre alter Romanvorlage zu sehr geglättet hatte. Zwei Jahre später folgte eine bedeutsamere Zusammenarbeit zwischen Hoffmann und der Schauspielerin: "Das Haus in der Kaprova-Straße".