Everybody Hurts
Divadlo Husa na provázku, Brünn
Ich nahm eine heiße Dusche. Zum ersten Mal seit diesem Ereignis konnte ich wieder auf den Beinen stehen. Dieser Mann lächelte mich einfach an. Ich bin in den falschen Zug gestiegen. Mein Bruder nahm meine Hand. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Vielleicht lag es an dem Schild auf der gegenüberliegenden Wand. Ich fing an, aus vollem Halse zu schreien. Genau in dem Moment, als ich alles beenden wollte, spielte das Radio "Everybody Hurts".
Eine Inszenierung, die das Wort "Hoffnung" rehabilitiert – und auf den Moment wartet, in dem der erste Lichtstrahl die Dunkelheit durchdringt. "In den dunkelsten Nächten, denk an die Sonne", forderte einst Jiří Mahen auf.
Diesmal werden das Publikum und seine Geschichten zum Drehbuch. Während der Saison sammelt das Theater sie und verwandelt sie am Ende in einen Abend, der den Mut feiert, nicht aufzugeben. Regisseur Jan Mikulášek verschont nicht einmal die Schauspieler selbst – auch sie wagen es, die schmerzhaften Momente ihres Lebens zu teilen, denn einfach #everybodyhurts.
Geschichten können auf der Seite provazek.cz/vyzva oder in den sozialen Medien unter #everybodyhurts #vyzvakesdileni geteilt werden.