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Masakr Elsinor: Your Silence Will Not Protect You

fand statt · 26. Sept. 2026

Žižkostel, Prag

Masakr Elsinor: Your Silence Will Not Protect You — Žižkostel, Prag
Beschreibung wurde vor der Veranstaltung verfasst

Ein Szenisches Konzert bringt Gerichtsreden zeitgenössischer russischer Gewissensgefangener auf die Bühne - Verurteilte wegen YouTube, Terroristen aus TikTok, Dissidenten und widerwillig engagierte Künstler. Der Kern der Inszenierung besteht aus tschechischen Übersetzungen von Abschlussreden aus zwei Dutzend Fällen der letzten Jahre, enthalten im Buch "(Ne)poslední slova." Journalisten, Unternehmer, Künstler, Aktivisten, Professoren, Studenten, Kinder - in Russland Täter und Verbrecher, denen das Gericht nur einen winzigen Atemzug gewährt. In einem transparenten Käfig, aber irgendwie ohne Hemmungen, können sie sagen, was sie wirklich denken.

Ein glaskäfig, Umrisse des Angeklagten, Anklagenschriften, Paragraphen, die harte Sprache des ehrwürdigen Gerichts. Angst vor einer Barriere größer als das, was dahinter liegt. Tikkun olam ist die Reparatur der Welt. Vladimir Kara-Murza kann nicht auf den Beinen stehen, Olga Misik hält eine Pfeife, der Inguschen-Älteste Malsag Uzhakhov sieht ein dickes, räuberisches, übergroßes und vielköpfiges Ungeheuer, irgendein Beamter lehnte sich zu weit aus dem Fenster, und Alexei Navalny zitiert aus der Bibel: "Dies ist deine Stunde, die Macht der Finsternis."

Die Inszenierung zeigt Stimmen: Maria Alyokhina, Nadezhda Tolokonnikova, Malsag Uzhakhov, Armen Aramyan, Dmitry Ivanov, Maria Ponomarenko, Viktor Filinkov, Vasily Kuksov, Alla Gutnikova, Mikhail Khodorkovsky, Alexei Navalny, Ilya Yashin, Vladimir Metyolkin, Maria Dubovik, Andrei Novashov, Nikita Uvarov, Julie Galyamina, Olga Misik, Andrei Pivovarov und Yegor Zhukov. Die Inszenierung enthält auch Auszüge aus einem Brief über die wiederhergestellte Staatsbürgerschaft von Olga Kiriyenko, Informationen über die Elektrofolter von Ilya Shakursky und Dmitry Pchelintsev sowie Fälle der Minderjährigen Ani Zhuravlyova, Yegor Starshinov, Kirill Smirnov und Pavel Kushnir. Einige von ihnen sind heute frei (meist im Ausland), einige sitzen noch im Gefängnis, und einige sind nicht mehr am Leben.

Aus dem russischen Original "Neposledniye slova" (Verlag Freedom Letters, 2023), übersetzt von: Karolína Juráková, Hana Kosáková, Olga Pavlova, Zuzana Špinková, Jan Chalupník, Osip Dantev, Kryštof Neřold und Tim Postovit. Drehbuch: Ondřej Novotný. Dramaturgie: Marina Feltlová. Musik: Tomáš Vtípil, Petr Míka. DJ: Tomáš Soldá.