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Auf den Leib

Auf den Leib

  • Genre: Dokumentarfilm
  • Land: Tschechien
  • Laufzeit: 78 Min.

Der Spielfilm enthüllt die persönliche Einstellung und Lebensphilosophie des Fotografen Jindřich Štreit. Ursprünglich war er als Hommage zu seinem siebzigsten Geburtstag im Jahr 2016 gedacht und sein Hauptthema sollte die Verbindung des Fotografen mit der Landschaft der Sudeten und ihren Menschen sein, wo Štreit sein ganzes Leben lang lebt. Das Thema ist aber über die Autorin hinausgewachsen, die durch die lange Zeit, die sie mit der Vorbereitung und Kommunikation mit dem Fotografen verbracht hat, sich für eine intimere Untersuchung seines Lebens entschied. Štreit, mit dem die Autorin (früher seine Fotografiestudentin an der FAMU) eine 25 Jahre lange Freundschaft verbindet, stimmte dieser Linie zögerlich zu und erlaubte der Autorin langsam, unter seine Haut zu gehen, ja sogar direkt auf seinen Körper. Im Film werden wir daher neben Štreits glänzender fotografischer Karriere vor allem seine Lebenseinstellung wahrnehmen, wir werden uns in die Geheimnisse seiner Beziehungen zu seinen Nächsten vertiefen, mit seiner Umgebung, und wir werden Zeuge von Ereignissen seines Lebens und sogar einiger dramatischer Momente im direkten Überblick. Im Hintergrund dieser Ereignisse werden wir das Denken, Handeln und die innere Verfassung dieses Dokumentaristen erfassen können. An dem Dokumentarfilm, der drei Jahre entstanden ist, wird das Vergehen der Zeit erkennbar sein, das eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung der Geschichte spielen wird, aus der teilweise eine grausame Hoffnungslosigkeit gegenüber der Unerbittlichkeit dieses Vergehens ausstrahlt, das leider nicht gestoppt werden kann. Den Zahn der Zeit spüren wir am meisten an unseren Nächsten, an der Veränderung, die die Zeit ihnen unerbittlich zufügt. Auch wir werden hier die unbarmherzige Wahrheit über die Vergänglichkeit und die Grenzen unseres Lebens spüren und deshalb beschäftigt sich der Film ständig mit dem Sinn des Lebens, damit, was wir hinterlassen wollen und wofür es sich lohnt zu leben. Es handelt sich hier aber nicht um eine schwere oder irgendwie anspruchsvolle Geschichte, die den Zuschauer tief in seinen Sitz sinken lässt. Das ist schon aus der Natur der Person, von der der Dokumentarfilm handelt, nicht möglich. Der Film ist von Humor und Freude am Leben durchdrungen und bietet gerade vor dem Hintergrund der Ernsthaftigkeit ein angenehmes intimes, stellenweise atemberaubendes Erlebnis.

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Dokumentarfilm 18 in den nächsten 30 Tagen →

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