Die heilsamen Wirkungen der Selbstbeweihräucherung
Der berühmte Schriftsteller Abel Znorko, Träger des Nobelpreises für Literatur, lebt in freiwilliger Isolation - weit weg von Menschen, in seiner luxuriösen Hütte mitten im Wald. Der Grund ist die Liebe: Er will vor ihr fliehen, ihre Kraft leugnen. Er genießt die Einsamkeit, ertrinkt aber gleichzeitig in ihr.
Eines Tages klopft Nicolas Gobert an - ein Journalist einer unbedeutenden Regionalzeitung. Er reist aus Frankreich an, um mit dem arroganten Autor über seinen neuesten Roman Verleugnte Liebe zu sprechen - ein Buch aus intimen Liebesbriefen an eine mysteriöse Frau mit den Initialen H. M. Was wie ein gewöhnliches Interview wirkt, verwandelt sich allmählich in ein psychologisches Duell zwischen zwei Männern mit völlig unterschiedlichen Ansichten über Leben, Beziehungen, Sexualität und die Natur der Liebe. Doch sie verbindet ein unausgesprochenes Geheimnis - einer kennt es, der andere ahnt nichts.
Znorko behandelt seinen Gast mit Verachtung und verhält sich chaotisch, fast verwirrt. Aber Gobert gibt nicht auf, und mit jeder neuen Frage wird deutlicher, dass er nicht für einen Zeitungsartikel gekommen ist. Wahrheiten kommen ans Licht, die die sorgfältig konstruierte Identität beider Männer in Splitter von Halbwahrheiten, Selbsttäuschungen und Vermutungen zerlegen - bis sie an die Schwelle von Gedanken über Sein oder Nichtsein gelangen.











