Gartenfest
Hugo Pludek begibt sich zu einem Gartenfest und betritt unauffällig eine Welt von Institutionen, deren Regeln ebenso starr wie leer sind. Es genügt, die richtigen Worte zu lernen, ihren Rhythmus zu beherrschen - und der Sinn kann beiseite gelegt werden. Karriere wächst hier aus Anpassung, nicht aus Überzeugung. Hugo steigt leise, sanft, fast unbemerkt auf - doch je höher er aufsteigt, desto weiter entfernt er sich von seiner Familie und von sich selbst.
Havel entfaltet in diesem Stück eine subtil ironische und zugleich eisig präzise Partitur über eine Welt, in der Sprache aufhört, ein Verständigungsmittel zu sein, und zum Machtinstrument wird. Eine Welt, in der ein "gewöhnlicher" Mensch sehr weit kommen kann - wenn er bereit ist, sich selbst aufzugeben.
Die Inszenierung ist ein Dialog einer jungen Generation von Theaterschaffenden mit einem Schlüsselwerk - ein Versuch, Havels Vermächtnis in einer Zeit zu verstehen und zu erfassen, in der sich Sprache und Machtstrukturen erneut verwandeln.











