Rückkehr nach Reims (über Olomouc)
Klassenkonflikt + queer Identität = jede Menge witziger Geplänkel :) Wie ist es, in einer Arbeiterfamilie aufzuwachsen, nicht dazuzupassen und an einen Ort zurückzukehren, den man für immer verlassen hat? Und was hat diese persönliche Erfahrung damit zu tun, wie wir heute über Gesellschaft, Polarisierung oder Politik denken?
Die Inszenierung basiert lose auf Didier Eribons Buch und bietet eine vielschichtige Reflexion über Klassenidentität, Sexualität und den persönlichen Weg zur Freiheit - mit Humor, Weitblick und Selbstironie. Regisseur Adam Svozil, zweifacher Träger des Mark-Ravenhill-Preises, verwandelt einen theoretischen Essay in ein inszeniertes Gespräch: Er interviewt den Autor durch Karli, einen fröhlichen "Arbeiter in der Kultur", der ungefiltert und unverblümt fragt. Überlegungen zu queer Identität, Misstrauen gegenüber Eliten, dem Aufstieg des Rechtsextremismus und der Rolle der Arbeiter- und Mittelschicht verflechten sich mit persönlichen Erinnerungen an das Aufwachsen in Reims - und auch in Olomouc, woher der Regisseur selbst stammt.
Dies ist die dritte Zusammenarbeit zwischen Divadlo nacucky! und Adam Svozil - nach dem Happening Podvečer v listopadu (2019) und der Inszenierung Úvod do současné trapnosti - und gleichzeitig die erste queer Inszenierung im Repertoire. Mit Jan Lepšík und Jiří Svoboda, Bühnengestaltung von Pavla Kamanová. Uraufführung am 6. Dezember 2024, Spieldauer 100 Minuten ohne Pause.
Warnung: Die Inszenierung verwendet Stroboskoplicht und Raucheeffekte. Urheberrechtsinhaber vertreten durch DILIA, Theater-, Literatur- und Audiovisuelle Agentur, Krátký 143/1, Prag 9.











