Karel Láník, ein vergessener Brünner Architekt des 20. Jahrhunderts
Kunsthaus der Stadt Brno, Brünn
Karel Láník (1886-1956) gehört zu den übersehenen Persönlichkeiten der Brünner Architektur. Der aus Kunštát stammende Architekt studierte an der Tschechischen Technischen Hochschule in Brno bei Professor Karel Hugo Kepka und arbeitete später viele Jahre im Brünner Stadtbauamt neben bedeutenden Vertretern der dortigen Zwischenkriegsarchitektur.
Als Architekt, Planer und Bauleiter war er an der Entstehung zahlreicher Gebäude beteiligt - vor allem Wohnhäuser, die von Bau- und Wohnungsgenossenschaften errichtet wurden. Sein Werk dokumentiert den Alltag des Wohnungsbaus in schnell wachsenden Vororten: Er verlässt nicht die traditionellen architektonischen Formen, arbeitet aber gleichzeitig mit aktuellen Stiltendenzen und bautechnologischen Verfahren. Es handelt sich um ein Beispiel traditioneller Zwischenkriegsarchitektur, fern von der modernistischen Avantgarde.
Der Vortrag der Kunsthistorikerin Pavla Cenková ist Teil der Reihe "Gesichter der Brünner Architektur", die vom Kunsthaus der Stadt Brno im Rahmen des Programms "Brünner Architektur-Handbuch" veranstaltet wird.











