Life Dances To Eternity
Evangelische Christuskirche, Ostrau
Zwei Körper im Dialog mit Geschichte, Raum und dem Motiv des Todes schaffen eine poetische Bewegungsmeditation über das Leben, seine Vergänglichkeit und das, was nach uns bleibt.
Die Performance der estnischen Künstler Marie Solei Järvet und Juulius Vaiksoo entstand 2025 in Tallinn als erster Teil einer Tanzserie, die der estnische Choreograf Teet Kask für das Niguliste Museum initiierte. Die Inspiration kam von dem berühmten mittelalterlichen Gemälde Totentanz (Danse Macabre) des Lübecker Meisters Bernt Notke - das bekannteste estnische Kunstwerk seiner Art. Das künstlerische Duo transformiert sein Motiv in zeitgenössische Bewegung und eröffnet Themen von Zeit, Vergänglichkeit und der Zyklizität des Lebens.
In Life Dances To Eternity ist der Tod kein Synonym für Ende, sondern ein natürlicher Teil des Lebens. Die Performance basiert auf der Idee, dass wir angesichts des Todes alle gleich sind - und gerade das Bewusstsein unserer eigenen Endlichkeit kann die Aufmerksamkeit auf das schärfen, was gerade jetzt geschieht. Tanz ist also nicht eine Illustration eines historischen Gemäldes, sondern sein zeitgenössisches Gegenstück: Er verwebt Bewegung, Klang und visuelle Welt zu einer Meditation über das Leben und seine Verwandlung.
Der Raum der Evangelischen Christuskirche am Husův-Platz in Ostrava ist Teil des dramaturgischen Konzepts - Ort und Performance treffen hier bewusst aufeinander.











