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Argus & Medusa: Hoffnung in schwierigen Zeiten

Fr, 2. Okt. 2026 · 12:00 — So, 4. Apr. 23:59 ✨ Neu

DOX Centrum současného umění, Prag

Argus & Medusa: Hoffnung in schwierigen Zeiten — DOX Centrum současného umění, Prag

Die Ausstellung "Argus & Medusa" basiert auf der Geschichte eines zweihundert Jahre alten Gemäldes, das bis heute als eines der wirkungsvollsten Werke der Kunstgeschichte gilt. Théodore Géricaults monumentales Gemälde "Das Floß der Medusa" (1818-1819), heute im Louvre, fasziniert seit seiner Entstehung Künstler und Schöpfer über Kulturen und Kontinente hinweg. Diese Ausstellung zeigt, wie das Werk die Fantasie zeitgenössischer bildender Künstler anregt und die Realität der heutigen Welt widerspiegelt.

Im Juli 1818 sperrte sich der junge Géricault in seinem Pariser Atelier ein, besessen von einer jüngsten Tragödie, die die französische Gesellschaft erschütterte: Nach dem Schiffbruch der Fregatte Méduse vor der Küste Westafrikas befanden sich 147 Besatzungsmitglieder auf einem provisorischen Floß ohne ausreichende Vorräte. Die Rettungsboote und der Kapitän ließen sie auf dem offenen Meer zurück. Während dreizehn Tagen wurden die Schiffbrüchigen zu Opfern und Tätern von Gewalt, Mord und Kannibalismus - nur fünfzehn überlebten. Géricault erfasste schließlich den Moment, in dem die Überlebenden verzweifelt nach dem Rettungsschiff Argus winken, das am Horizont nur noch ein winziger Punkt ist. Argus und Medusa - ein Moment zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Die ausstellenden Künstler verstehen Géricaults Werk als Metapher für zeitgenössische Krisen - Kriege, Pandemien, Migrationskrisen, Klimawandel und persönliche Traumata - und gleichzeitig als Erinnerung an menschliche Widerstandskraft, Empathie und Solidarität. Der britische Dramatiker Tom Stoppard fasste die Botschaft des Gemäldes so zusammen: "Wenn wir nicht zusammenhalten, sind wir verloren."

Kuratoren: Leoš Válka, Otto M. Urban

Ausstellende Künstler: Bill Viola, Nikita Kadan, David LaChapelle, Kader Attia, Elfie Semotan, Jakub Špaňhel, Miquel Barceló, Hu Jieming, John Beard, Wolfe von Lenkiewicz, Conrad Botes, Martin Gerboc, Sylvie Choisnel, Banksy, Tom de Freston, Jason deCaires Taylor, Adad Hannah, Joel-Peter Witkin, Karol Radziszewski, Paul McCarthy, Monika & Bohuš Kubinští, Pierre-Désiré Guillemet & Étienne Antoine Eugène Ronjat

Besondere Präsentation des literarischen Werks "Das Floß der Medusa" von Julian Barnes.