Jungle Fever
Brooklyn, New York, einer der heißesten Tage des Jahres. Der Italoamerikaner Sal betreibt mit seinen Söhnen eine Pizzeria in einem Viertel, in dem sich mehrere Gemeinschaften und Ethnien vermischen. Die Wand seines Lokals ist mit Fotos weißer Prominenter geschmückt, obwohl die meisten seiner Kunden Afroamerikaner sind. In dieser Hitze entfaltet sich langsam ein Drama mit tiefen Wurzeln in der amerikanischen Gesellschaft - und trotz aller Bemühungen ist die Katastrophe unvermeidlich.
Jungle Fever gehört zu den bedeutendsten Filmen der amerikanischen Kinematografie und katapultierte Spike Lee unter ihre eigenständigsten Autorenkünstler. Als Regisseur und Drehbuchautor setzte er sich mit der brennenden und bis heute ungelösten Frage der Rassenspannungen im Herzen des modernen Amerika auseinander - mit all ihren widersprüchlichen Kontexten. Sein dritter Spielfilm schlägt mit dynamischem Stil und formal progressiver Szenenlösung weit über die Grenzen des Hollywood-Standards hinaus.
Auf dem Raum eines einzigen Blocks im Brooklyner Viertel Bed-Stuy baute Lee einen lebendigen Mikrokosmos auf. Mehr als zehn Figuren, jede mit einer anderen Meinung und Lebenseinstellung, spiegeln zusammen das Gerüst der modernen amerikanischen Gesellschaft.











