Mensch und Zinn
Regionální muzeum v Teplicích, p.o., Teplice
Eintritt frei
Die Wanderausstellung "Mensch und Zinn – Archäologische Belege des Zinnabbaus im Erzgebirge" läuft vom 3. April bis 28. Juni 2026 in der Reitschule des Schlosses Teplitz (Zámecké nám. 517/14, Teplice). Sie entstand im Rahmen des deutsch-tschechischen Forschungsprojekts ArchaeoTin (Archäologie im Welterbe – Landschaften des Zinnabbaus), finanziert durch EU-Mittel über das Programm Interreg Sachsen–Tschechien 2021–2027. Die Ausstellung präsentiert in interaktiver Form die Ergebnisse der interdisziplinären Forschung zum Zinnabbau im Erzgebirge von der Bronzezeit bis zur Neuzeit – über einen Zeitraum von etwa 4.000 Jahren. Besucher können die Welt der wissenschaftlichen Methoden erkunden: erfahren, was Experten unter dem Mikroskop sehen, wie die Holzdatierung mittels Jahrringe funktioniert oder welche Schlussfolgerungen über Klimaveränderungen gezogen werden können. Acht Begleitfilme veranschaulichen die wissenschaftliche Arbeit. Zu sehen sind beispielsweise drei Zinnbarren aus einem Schiffswrack, das vor den Niederlanden versenkt wurde. Der Rundgang endet mit einer 3D-Projektion, die die Landschaftsveränderung durch den Bergbau zeigt. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Richard Brabec, Gouverneur der Region Ústí. Das Projekt umfasst ein reichhaltiges Begleitprogramm: Vorträge (Zinnerzgebirge – Michal Urban; Geschichte in Mooren geschrieben – Libor Petr; Archäologische Forschung von Seifenlagerstätten – Kryštof Derner; Zinngeschichten – Jitka Bažantová; Bergmannsburgen in der Böhmischen Schweiz – František Gabriel) und einen ganztägigen Workshop zur Zinnschmuckherstellung (6. Juni, Voranmeldung erforderlich unter kolorencova@zamek-teplice.cz). Das Museum hat auch ein spezielles Bildungsprogramm für Schulen vorbereitet. Die Ausstellung gipfelt in einer Fachkonferenz am 9.–10. Juni 2026.