Onkel Wanja
"Jetzt ist es endlich Zeit, alles zu verstehen. Zeit, endlich zusammen zu sein!"
Alain Badiou sagt, dass in unserer Welt nur noch Körper und Sprachen übrig sind, aber wir haben die Wahrheiten verloren.
Eine Gesellschaft versammelt sich in einem Haus auf dem russischen Land. Professor Serebryakov hat seine Arbeit abgeschlossen, geht in den Ruhestand und kehrt aus der Stadt aufs Land zurück. Er hat sein ganzes Leben der Kunst und dem Realismus gewidmet. Wanja hat sein ganzes Leben für Serebryakov gearbeitet und sich selbst geopfert. Alle würden das Haus gerne als Heimat verstehen, doch jeder sucht verzweifelt nach seiner eigenen Wahrheit in einer Welt der Körper und Sprachen — und auch diese verliert an Glaubwürdigkeit. Jede Gewissheit zerfließt, Zynismus hüllt alles ein.
A. P. Tschechows Meisterwerk des realistischen Dramas in der Inszenierung des HaDivadlo als Hymne an die Ökologie.
Die Inszenierung wurde in der Kategorie Schauspieltheater für die Regie beim Theaterpreis der Zeitung 2016 nominiert. Robert Mikluš wurde 2016 für die Rolle des Astrov für den Thalia-Preis nominiert.











