Fušeři
Werkzeuge, Farben und Lacke, Gartenmöbel, Leuchten, Schweiß, Blut und Tränen.
Ein Baumarkt — ein Ort, an den Menschen kommen, um ihre Traum-Bauprojekte zu verwirklichen und eine Beziehung zur Natur und zum Heimwerken zu entwickeln. Gleichzeitig ein Ort ausgebrannter Mitarbeiter, frustrierter Kunden, endloser Warteschlangen an den Kassen, erfinderischer Ladendiebe und hasserfüllter Reklamationen.
Anna Davidovás Inszenierung basiert lose auf dem gleichnamigen literarischen Debüt von Mikuláš Křepelka, das in Form von Tagebucheinträgen die alltägliche Realität eines Baumarktleiters einfängt — eine Position, die der Autor selbst viele Jahre lang innehatte. In der Theateradaption wird das großflächige Einzelhandelsgeschäft als Porträt einer zeitgenössischen gespaltenen Gesellschaft inszeniert, in der es leicht ist, sich nicht nur zwischen den Regalen, sondern auch selbst zu verlieren.