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GEISSLERS HOFCOMOEDIANTEN: Zorn

Fr, 21. Aug. 2026 · 16:00

Barockanlage Kuks, Kuks · ab 200 Kč · ≈ 8 €

GEISSLERS HOFCOMOEDIANTEN: Zorn — Barockanlage Kuks, Kuks

Eine Bühnencorrida aus dem Zyklus Tugenden und Laster. Niemand interessiert sich dafür, was du fühlst. Niemand interessiert sich dafür, was du willst. Niemand interessiert sich dafür, was dich ärgert. Und innen wächst ein Schrei. Ich habe das Recht, Zorn zu fühlen! Zu zerstören. Zu zertreten. Zu zerreißen. Zu töten. Dieses Gefühl zu töten? Zu hassen? Andere zu hassen? Mich selbst? Warum? Irgendwo in der Mitte des Labyrinths lauert ein wütender Stier. Komm und schau ihm in die Augen.

Eine Originalaussage für die Bühne von Petr Šmída (Mitautor des Textes, Komponist, einziger Darsteller) - der erste Teil eines Zyklus inspiriert von den Barockplastiken Tugenden und Laster des berühmten Matyas Bernard Braun in Kuks. Die Inszenierung erforscht Zorn vor allem durch persönliche Erfahrung. Eine von der Gesellschaft traditionell abgelehnte und verurteilte Emotion wird als untrennbarer Bestandteil von uns allen dargestellt. Zorn ist mehr als eine negative Emotion. Es ist ein Werkzeug, das man verstehen und nutzen lernen muss, damit es aufhört zu schaden und stattdessen helfen kann.

Die Schöpfer stützen sich auf zahlreiche Fachmaterialien zu Emotionen und Zorn (Kurse der Psychologin Radka Schillerová, Mentoring von Tereza Kantu Mužíková, Publikationen und Portal Theorie der Typen der Psychologin Šárka Míková, Podcast Bis drei zählen der Psychologin Vlaďka Bartáková, Werke von Robert Bly, Jaak Panksepp, Joseph LeDoux, António Damásio, Lisa Feldman Barrett und Gabor Maté). Das Ziel der Inszenierung ist es, einen Raum zu schaffen, in dem junge Menschen Zorn nicht als verbotene oder gefährliche Emotion betrachten, sondern als bedeutende Quelle der Selbsterkenntnis und konstruktiver Energie - durch persönliche Erfahrung, theatralische Bilder und anschließende Reflexion.

Konzept, Szenario: Helena Koblischková, Petr Šmída
Regie: Petr Hašek
Dramaturgie, Liedtexte: Helena Koblischková
Musik: Petr Šmída
Szenografie: Eva Justichová
Choreografie und Bewegungskooperation: Kamila Mottlová
Darsteller: Petr Šmída