DEKKA KICK-OFF: Distortion
Der kuratierte Abend "Distortion" ist ein Werk der 2. Staffel des DEKKA KICK-OFF-Projekts — eine experimentelle Initiative, organisiert von DEKKADANCERS in Zusammenarbeit mit ARCHA+ und dem Theater Jatka78. Eine ausgewählte Gruppe junger Talente im Alter von 18–28 Jahren erhielt Raum, um ihre eigene Aufführung zu schaffen. Der Abend besteht aus drei Choreografien, die erforschen, wie verzerrt die Realität ist und wie viel von dem, was uns umgibt, erfunden ist.
Der erste Teil "PARALLAX" (Choreografie von Alice Silná) basiert auf dem Motiv von Edgar Allan Poes "Der Rabe". Die Realität transformiert sich je nachdem, wer schaut — während der Aufführung entstehen Fotografien in Echtzeit, die als verschobene, fragmentarische Bilder in das Geschehen eintreten. Perspektiven montieren und zerfallen gleichzeitig, zusammen mit der Vorstellung einer einzigen Wahrheit.
Der zweite Teil "Nun-bit" (Choreografie von Eliška Nevoralová) konzentriert sich auf die Kraft des menschlichen Blicks als aufrichtigste Form der Kommunikation. Eine namenlose Menge erscheint auf der Bühne, jedes Mitglied trägt seine eigene komplexe Geschichte. Die Choreografie arbeitet mit Emotionen, die durch einen Blick ausgedrückt werden können — Worte reichen dafür nicht aus.
Der dritte Teil "Over the Rainbow" (Choreografie von İpek Özgen) erforscht, wie sich die Bedeutung wiederholter Gesten im Laufe der Zeit verändern kann. Aus dem alltäglichen Trott, verankert in der Muskelgedächtnis, entsteht ein gemeinsames Bewegungsvokabular — durch plötzliche Transformationen, Unterbrechungen und angespannte Momente werden vertraute Gesten gestört, überlagert und verlieren ihren ursprünglichen Zweck.