Lager Hodonín u Kunštátu – Schnittpunkt tragischer Schicksale 1940–1950
Památník holokaustu Romů a Sintů na Moravě v Hodoníně u Kunštátu, Hodonín
Die Dauerausstellung des Holocaust-Gedenkstättens der Roma und Sinti in Mähren in Hodonín u Kunštátu dokumentiert die komplexe Geschichte des Lagergeländes von 1938 bis zur Gegenwart. Die Hauptausstellung im Informationszentrum führt Besucher durch alle Phasen der Lagerexistenz: Arbeitskommando (1938), Strafarbeitslager (1940–42), sogenanntes Zigeunerlager (1942–43), Vorbereitungsphase (1944), Nutzung durch Armeen und Lazarett (1945), Internierungslager für vertriebene Deutsche (1945–46), Zwangsarbeitslager des kommunistischen Regimes (1949–50), Erholungsanlage (1951–2009) und schließlich Gedenken an Roma-Opfer des Holocaust. Die Ausstellung umfasst durchblätterbare Sammlungen mit Kopien zeitgenössischer Dokumente, einen Raum mit Videoaufzeichnungen von Zeitzeugenberichten, großflächige Bildschirme mit einer Sammlung zeitgenössischer Fotografien und umfangreiche Listen der Inhaftierten und Verstorbenen. In einer Nachbildung eines Gefängnisbaracken können Besucher eine Ausstellung zum Alltag der Gefangenen besichtigen (Hygiene, Verpflegung, Unterkunft, Arbeit, Gesundheitswesen, Kinder im Lager, Fluchtversuche). Das einzige erhaltene Originalgebäude des Lagers ist die Wachbaracke, die als Raum für Wechselausstellungen dient. In der Nähe des Lagergeländes befindet sich der unter Denkmalschutz stehende Waldfriedhof Žalov, auf dem ein großer Teil der Lageropfer begraben wurde. Die Saison 2026 läuft vom 1. April bis 31. Oktober, mittwochs bis sonntags. Der Eintritt zur Ausstellung, zu Ausstellungen und zum Gelände ist kostenlos; nur Führungen (80 CZK / 40 CZK) und Bildungsprogramme (40 CZK pro Schüler) sind kostenpflichtig. Außerhalb der Saison (November–März) sind Besuche an Wochentagen nach vorheriger Absprache unter Telefon +420 775 403 155 oder E-Mail hodonin@rommuz.cz möglich. Das Gelände wird vom Museum der Romani-Kultur verwaltet.