Pobyt
Eine Originalchoreografie des Choreografen Jan Razim zum Thema Existenzialismus.
"Der Kampf selbst genügt, um ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns den Sisyphos glücklich vorstellen." – Albert Camus
Eine einsame Gestalt führt einen Dialog mit sich selbst, verloren inmitten ihrer eigenen Landschaft. Während ihres Aufenthalts in der Landschaft sucht sie nach ihrem verlorenen Sinn, setzt sich mit Gefühlen der Sinnlosigkeit und Einsamkeit auseinander und ringt mit der absurden Natur des Lebens – um schließlich zur Versöhnung zu gelangen.
Der Titel Pobyt leitet sich von der Übersetzung des deutschen Begriffs "Dasein" ab, der sowohl das Wort "Sein" als auch die Bestimmung des Ortes dieses Seins enthält – er könnte auch mit "Da-Sein" übersetzt werden. Das tschechische Äquivalent wurde vom Philosophen Jan Patočka geschaffen. Der Begriff trägt Kontingenz und Endlichkeit in sich und spricht von der Überwindung des Gegensatzes zwischen Sein und Nichts: beides wird nur zu seinem Moment.