Einen Menschen töten
Der zweite Teil von Regisseur Jan Horáks "russischer" Trilogie, lose inspiriert von Isaac Babels Novelle "Rote Kavallerie". Das Drehbuch des zeitgenössischen slowakischen Schriftstellers Michal Hvorecký knüpft an Babels Text an, der zur Reflexion über historische Erfahrung einlädt.
Ein Jahrhundert später kehrt die russische Aggression gegen demokratische Werte als tragisches Déjà-vu zurück. Während der sowjetische Revolutionsexport in den 1920er Jahren abgewehrt wurde, konnte die sowjetische Rache an der Ukraine durch Hungersnot nicht verhindert werden. Die Inszenierung stellt Fragen: Warum wiederholt sich die Geschichte auf diese Weise, warum ist Menschlichkeit in Russland überflüssig, ob Veränderung in der russischen Gesellschaft möglich ist und wie man sich gegen gezielte Desinformation verteidigt, die die Gesellschaft spaltet.
Am 13. September findet ab 19:15 im Foyer des Theaters eine dramaturgische Einführung von Jan Horák statt.