Tanz Prag 2026: Mizu – Wenn ein Stück Eis tanzt
Moving Station, Plzeň
Eine poetische Aufführung, die Tanz, Neuzirkus und Puppenspiel verbindet.
Tänzerin und Choreografin Satchie Noro haben zusammen mit Puppenspieler Élise Vigneron ein Pas de trois geschaffen, in dem wir einen Dialog zwischen einem schmelzenden Körper aus Eis, einem lebenden Körper und einer Puppenspieler beobachten, die beide subtil führt und in Bewegung hält.
Das Werk ist Teil einer Landschaftskomposition am Košutecké-See und findet auf einem Ponton mit einer Holzkonstruktion statt, die an eine Mondsichel in der Mitte der Wasserfläche erinnert. Vor den Zuschauern erwacht eine menschliche Figur aus Eis – von Anfang an vergänglich. Allmählich entfaltet sich ein intimer Dialog zwischen der Tänzerin und dem Eiswesen, der zu einer zerbrechlichen, stellenweise fast mütterlichen Beziehung führt. Gegenseitige Unterstützung, subtile Gewichtsverlagerung, Hebungen und Drehungen – alles entfaltet sich im Rhythmus der unvermeidlichen Verwandlung.
Mizu ist ein Gedicht über die natürliche Vergänglichkeit und über Beziehungen, die sich mit jeder Berührung verändern. Der Dialog zwischen Frau und Eis offenbart die Einzigartigkeit jedes Augenblicks – bevor sich seine Form auflöst.
Nach dem Studium des klassischen Tanzes arbeitete Satchie Noro in Berlin und New York, dann schloss sie sich in Frankreich renommierten Tanzensembles an. Seit 2000 widmet sie sich Luftzirkustechniken und gründete 2002 ihre eigene Companie Furinkaï. Zum zweiten Mal schaffte sie es in die TOP 20 der Künstler der europäischen Plattform Aerowaves.