Endemité: Geschichten des Verschwindens
A studio Rubín, Prag
"Was erwartet ihr von der Zukunft? Erst das Ende der Menschheit, dann das Ende des Kapitalismus..."
An einem Seeufer taucht ein nackter Mann auf und behauptet, dass er den Klimawandel bereits vor fast zweihundert Jahren berechnet hat. Eine Familie fährt in die Berge zum Skifahren und Rodeln, denn Tradition ist Tradition, auch ohne Schnee. Ein Mädchen flieht in den Wald und spricht mit lebenden Baumstümpfen. Ein Landstreicher führt ein Gespräch mit einem Fisch, selbstverständlich auf Deutsch, denn diese Art kommt nirgendwo sonst vor... Etwas verschwindet... verblasst... und taucht wieder auf, denn Zeit und Raum sind voller Schichten und diese können gleichzeitig existieren und sprechen.
Eine magisch-realistische Aufzeichnung von heute. Eine archäologische Untersuchung der Gegenwart, die anders von ihr spricht, als Menschen sie selbst beschreiben würden. Science-Fiction über menschliche Endemiten auf dem Planeten Erde und Entitäten, die sie überlebt haben.
So viele Genres gab es! Und so viele Sorgen, so wunderbar absurd! Und auch eine radikale Tat, nach der nichts mehr wie zuvor war.