Samurai und Gefangener
Japan, 16. Jahrhundert. Der Samurai Araki rebelliert gegen den tyrannischen Oda und findet sich in seiner belagerten Bergfestung wieder. Im Inneren sterben Menschen unter rätselhaften Umständen - und Araki geht schließlich ein Bündnis mit der letzten Person ein, von der er es erwartet hätte: mit seinem Feind, dem Gesandten Kuroda, den er bisher in seinem Kerker gefangen hielt.
Das Historienfilm von Regisseur Kiyoshi Kurosawa basiert auf dem preisgekrönten Roman von Honobu Yonezawa und spielt 1578, während Japans Zeit der kämpfenden Staaten. Im Zentrum der Geschichte steht die angespannte Beziehung zwischen zwei Männern - Burgherr Murashige Araki und seinem Gefangenen, dem Strategen Kanbeie Kuroda, den Araki einsperrt, statt ihn hinzurichten. Während Nobunaga Odas Truppen außerhalb der Mauern zugreifen und das Misstrauen im Inneren wächst, wird die Aufklärung des Rätsels zu einem Kampf der Willen, der Loyalität und unterschiedlicher Vorstellungen von Ehre und Freiheit.
Kurosawa drehte seinen ersten Historienfilm als Hommage an klassische japanische Samurai-Dramen. "Ich wollte keinen neuen Stil erfinden. Ich wollte den Film so klassisch wie möglich machen, weil das heutige Publikum die großen japanischen Historienfilme aus den 1940er und 1950er Jahren fast vergessen hat", sagt der Regisseur. Der Film zeichnet sich durch eine strenge visuelle Stilisierung, Betonung der Psychologie der Figuren und bewusste Zurückhaltung bei der Darstellung von Gewalt aus: "Echte Gewalt findet man heute überall im Internet. Aber das ist kein Film. Im Film muss Gewalt gleichzeitig real und zurückhaltend sein."











