Der wunderbare Garten, den sie hinterließ
Ein Theaterstück inspiriert vom Leben der tschechischen Baronin Sidonie Nádherná von Borutín (1885-1950). Das Stück erfasst ihre letzten Jahre und basiert auf historischen Quellen, wissenschaftlichen Publikationen und umfangreicher Korrespondenz. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Tod ihrer nächsten Angehörigen versuchte Sidonie verzweifelt, das Familiengut - ein Schloss und einen Schlosspark in Vrchotové Janovice - zu retten, wobei sie sich ihrer historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung für zukünftige Generationen bewusst war.
Der Kampf wird vor allem durch die Korrespondenz mit dem Kunsthistoriker und Mitarbeiter des Staatlichen Denkmalamtes Václav Wagner dokumentiert, die Sidonie's authentische Ansichten und Haltungen zu den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen während und nach dem Krieg widerspiegelt. Die Korrespondenz wird durch Tagebucheinträge, persönliche Briefe und literarische Werke zweier Personen ergänzt, mit denen Sidonie enge Beziehungen pflegte - der Dichter Rainer Maria Rilke und der Schriftsteller Karel Kraus.
Das Stück ist gleichzeitig eine Paraphrase auf das heutige Verhältnis der Gesellschaft zu kulturellen und historischen Werten, zu Denkmälern und zum kollektiven Gedächtnis. Der Kampf um die Rettung des Schlosses und des Gartens wird mit dem gegenwärtigen Kampf um die Bewahrung des Kulturerbes und der Kultur in der Slowakei verglichen.











