Handa Gote: Die dritte Hand
Die Theatergruppe Handa Gote bringt ein surrealistisches Puppenspiel mit dem Titel Die dritte Hand ins D29. Es ist ein weiteres Projekt, das sich dem Puppentheater für Erwachsene widmet - der Erforschung seiner Wurzeln in der Avantgarde und bei Visionären, aber auch bei Amateuren und Künstlern anderer Genres.
Die dritte Hand schafft eine Puppenmikrowelt ohne Handlung: nur kleine Fragmente von Situationen und Bildern, die der Interpretation des Zuschauers offenstehen. Handa Gote arbeitet mit zahlreichen energiegeladenen Objekten - oft unter ungewöhnlichen Umständen gefunden oder aus dem Besitz von Vorfahren stammend - und setzt sie zu fragmentarischen Kompositionen zusammen, die auf das Thema von Geistern und Vanitas-Bildern anspielen. Bei der visuellen Gestaltung arbeitet die Gruppe mit einer Künstlerin zusammen, die unter der Marke kosmo_nauty tätig ist.
Die visuelle Inspiration kam von der Ästhetik vietnamesischer Märkte, chinesischer Läden, der Visualität mexikanischer Altäre und des Totentags, des japanischen mobilen Theaters Kamishibai und der Bühnentechnologie Dogugaeshi. Das Projekt baut auf der eigenen Produktion der Gruppe Sapphire Head auf und lässt sich weiter von Petr Nikls Experimenten mit dem Mehedaha-Theater, der Puppenarbeit von František Skála, der Gruppe BKS, Čestmír Sušek, Petr Šoch und den Werken von Milan Grygar inspirieren. Eine der Schlüsselinspirationen ist auch die tschechische Puppenproduktion Piškanderdulá und damit die Tradition der Varieté-Puppenshows - einschließlich der Puppen von Paul Klee und der Werke von Art-Brut-Künstlern.











