Caligula
Broadway Theater, Prag · ab 990 CZK · ≈ 41 €
CALIGULA
Eine Produktion des Nationalen Akademischen Dramatischen Theaters benannt nach Ivan Franko
Autor: Albert Camus | Regie: Ivan Uryvskij
Caligula widersetzt sich der Logik, dem Schicksal und den Göttern selbst - er versucht nicht nur, ihren Platz einzunehmen, sondern ihre Macht zu überbieten. Der Kaiser verfügt über unbegrenzte Autorität, um diese Ambition zu verwirklichen. In einer Welt, die von Absurdität beherrscht wird, ist die Grenze zwischen despotischer Macht und versklavter Existenz dünn - und Caligula ist sich dessen bewusst.
Der Name des römischen Kaisers aus der julisch-claudischen Dynastie ist seit Jahrhunderten ein Synonym für grenzenlose Grausamkeit und Tyrannei. In Albert Camus' Interpretation ist Caligula ein einsamer Egozentriker, der nach dem Verlust seiner sündhaften Liebe zu seiner Schwester versucht, dem Schmerz der zurückgebliebenen Leere zu entfliehen. Er nutzt die unbegrenzte Macht des Kaisers, um seine Stärke angesichts des Schicksals zu demonstrieren - doch seine Taten bringen nur Chaos und Tod.
Das Stück stellt Fragen, die sowohl den Protagonisten als auch jeden von uns verfolgen: Wozu ist ein Mensch fähig, wenn er um sein Leben fürchtet? Was ist wahre Freiheit und zu welchem Preis? Wozu ist ein Mensch mit unbegrenzter Macht fähig - ist es nur der Tyrann oder auch die Angst und das stille Einverständnis seiner Umgebung, die Tyrannei hervorbringt?
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller und Philosoph, Träger des Nobelpreises für Literatur 1957, arbeitete von 1939 bis 1958 an diesem Drama. Die Uraufführung fand 1945 im Pariser Theater Théâtre Hébertot statt, die Hauptrolle spielte Gérard Philipe.
"Ein ehrenhafter Mensch ist in unserer Welt ein so seltenes Wesen, dass ich ihn nicht einmal ansehen kann." - Albert Camus











