Wilde Erdbeeren
Bergmans Film eröffnet mit einem verstörenden Traum des einsamen Professors Borg - eine Reflexion über das Altern, die Angst vor dem Tod und ein vergeudetes Leben.
Borgs Traum erinnert ihn unausweichlich an den nahenden Tod und eine unbezahlte Schuld, die er begleichen muss. Statt zu fliegen - aus Aberglaube und Angst - wählt er eine Autofahrt in den Süden Schwedens. In Begleitung seiner Verlobten wird die Reise allmählich zu einer Fahrt in die Vergangenheit und sein eigenes Inneres, wo die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum langsam verschwimmen. Am Ende dieser seelischen Reise erwartet Borg eine grausame Erkenntnis und eine Neubewertung seines gesamten bisherigen Lebens.
Wilde Erdbeeren ist ein sehr persönliches Werk: Borgs schrecklicher Traum stammt aus Bergmans eigenem Traum, und der Film ist sein inniges Bekenntnis. Den schmerzhaften Kampf mit dem Tod erlebte auch Schauspieler Victor Sjöström in seiner Rolle.
Der Film gewann den Goldenen Bären und den FIPRESCI-Preis bei den Berliner Filmfestspielen 1958, den Francesco-Pasinetti-Preis bei den Filmfestspielen von Venedig im selben Jahr und insgesamt 12 Filmpreise. 1960 wurde er für einen Oscar als bestes Originaldrehbuch nominiert.











