Das Thema & Drážďaňští symfonikové: Mírotvůrci
Was bedeutet es, in Zeiten der Unsicherheit nach Frieden zu suchen? Diese Frage eröffnet eine neue deutsch-tschechische Inszenierung mit dem Titel Mírotvůrci (Friedensstifter) des Ensembles Das Thema und der Dresdner Philharmonie. Achtzig Jahre nach dem Ende eines Krieges, der eine verbrannte Welt und Millionen zerstörter Leben hinterließ, leben wir in Europa erneut in Anspannung, mit wachsender Polarisierung, Hass und Rassismus, und der Krieg in der Ukraine ist eine Bedrohung auch für uns.
Die Inszenierung entstand unter der künstlerischen Leitung von Philipp Schenker (CH) und Roman Horák (CZ/DE) in Zusammenarbeit mit Musikern der Dresdner Philharmonie unter Markus Rindt. Es ist ein musikalisch-dokumentarisches Werk, das physisches Theater mit Live-Solo- und Chorgesang sowie Multimedia verbindet. Es basiert auf authentischen Aussagen von Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs - insgesamt über zwölf Stunden Filmmaterial, aus dem das Regieduo Schenker und Horák die Dramaturgie der Aufführung entwickelt hat.
An dem Projekt wirken die Sängerin Monika Načeva, die Roma-Sängerin und Schauspielerin Pavlína Matiová, die ukrainische Performerin Alisa Zichuk, der armenische Mime und Performer Arman Kupelyan, der deutsche Multiinstrumentalist Andreas Gundlach und der Perkussionist Murat Coşkun mit. Bühnengestaltung und Kostüme wurden von Mathias Straub (Spielraum Kollektiv) und Agáta Molčanová entworfen. Die Musik bewegt sich zwischen zeitgenössischer Komposition und Voiceband, ethno-folkloristischen Motiven und Oper.
"Die Inszenierung entstand aus einem kollektiven Prozess - es ist Autorentheater, an dem alle als Co-Creator beteiligt sind. Die Komposition oszilliert zwischen Dokument und physischem Theater, zwischen Poesie und musikalischem Ritual", beschreibt Roman Horák.











