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Alfredo Rodriguez + Blu/Bry + Stivín-Zbrožek-Slavík

Do, 26. Nov. 2026 · 19:30

Theater Husa na Provázku, Brünn

Alfredo Rodriguez + Blu/Bry + Stivín-Zbrožek-Slavík — Theater Husa na Provázku, Brünn

Ein Konzertabend zum 25. Jubiläum des JazzFest Brno bringt drei sehr unterschiedliche Musikwelten auf eine Bühne.

Der kubanische Pianist Alfredo Rodriguez wuchs in Havanna in einer Musikerfamilie auf und erhielt eine strenge Ausbildung an kubanischen Konservatorien, wo er seine Technik an Bach, Chopin und Rachmaninoff verfeinerte. Afro-kubanische Rhythmen absorbierte er gleichzeitig außerhalb der Klassenzimmer - und genau diese Spannung zwischen europäischer Klassik und Havannas Straßenkultur prägt seinen künstlerischen Stil bis heute. Der Wendepunkt kam 2006 beim Montreux-Festival, wo ihn Produzent Quincy Jones entdeckte. 2009 emigrierte Rodriguez in die USA, ließ seine Familie und Heimat hinter sich und veröffentlichte unter Jonesʼ Leitung sein Debüt Sounds of Space. Es folgten Alben, darunter The Invasion Parade, das für einen Grammy nominiert wurde. Auf der Bühne spielt er perkussiv und explosiv und verwandelt das Instrument in einen vollständigen rhythmischen Körper.

Das polnische Quintett Blu/Bry begann 2019, ihre gemeinsame musikalische Vision zu entwickeln, und tritt seit 2021 unter diesem Namen auf. Die Mitglieder studierten am Berklee College of Music in Boston, der Königlich Dänischen Musikakademie und dem Rhythmic Music Conservatory in Kopenhagen. Die Band baut auf modernem europäischen Jazz auf und verwebt natürlich Elemente klassischer Musik, Volksinspiration und elektronische Texturen. Sie gewannen den Grand Prix bei Jazz nad Odrą, Jazz Juniors, Bielska Zadymka Jazzowa und dem Brno Central European Jazz Showcase und wurden in der Jazz-Forum-Umfrage Jazz Top 2024 als "New Hope of the Year" ausgezeichnet. Das Brnoer Publikum sah sie erstmals beim Central European Jazz Showcase im letzten Jahr.

Den Abend beschließt ein Treffen dreier tschechischer Multi-Instrumentalisten unter dem Namen Stivín-Zbrožek-Slavík. Alle drei bewegen sich in einem breiten stilistischen Spektrum und sind erfinderische Komponisten - auf der Bühne treten sie als gleichberechtigte Partner im improvisierten Dialog auf.