Dracula Sucks
190 Kč · ≈ 8 €
Die größten Stars der Goldenen Ära der amerikanischen Pornografie nehmen sich Bram Stokers Klassiker mit ungehemmtem Eifer vor. Bevor sich der verfluchte Vampir in die Arme der schönen Mina begibt, erlebt er unzählige lüsterne Abenteuer und absurde Humorversuche.
Regisseur Phillip Marshak bewunderte klassische Horrorfilme mit Bela Lugosi und wollte eine neue Dracula-Adaption drehen. Wie seine Porno-Variation von Stokers Roman letztendlich ausfiel, lässt vermuten, dass er seinen Vorbildern mit erheblichem Camp-Abstand, verschmitzter Übertreibung und schöpferischer Zerstreutheit begegnete. Das Ergebnis verbindet die unübersehbaren Hürden einer budgetbegrenzten Produktion, grandiose Ambitionen und hochkarätige Besetzung - aber auch völlig zufällige derbe Witze und verfremdende Details, die niemand am Set oder im Schnitt in Frage stellte, angefangen damit, dass der Hauptdarsteller mit Vollbart gelassen wurde.
Diese leicht modernisierte Variation der klassischen Geschichte spielt in einer unbestimmten Zeit um die 1930er Jahre, zumindest nach den Kostümen zu urteilen, die auf den Akteuren ohnehin nicht lange halten. Der Schauplatz beschränkt sich auf das Sanatorium für Geisteskranke von Dr. Seward, wo sich alle anderen Figuren des Romans treffen - doch die dünne Grenze zwischen Verstand und dem unbändigen Nachgeben gegenüber Triebimpulsen, die Patienten und Personal trennt, beginnt bald zu verschwinden, und das nicht nur wegen der Ankunft eines neuen Nachbarn, Graf Dracula.
Regisseur Phillip Marshak und sein Sohn Darryl Marshak - der später Agent wurde und die Karrieren von Stars wie Hilary Swank, Leonardo DiCaprio, William Shatner und David Bowie formte - näherten sich Stokers Vorlage mit roher Zügellosigkeit und frecher Unverschämtheit. Sie zeichneten die züchtigen Romanfiguren als verzweifelte Bündel psychosexueller Ängste und unkontrollierbarer perversen Sehnsüchte, wollten aber gleichzeitig ein bahnbrechendes Werk der Pornografie schaffen - was sich vor allem in der Besetzung widerspiegelte. Dracula Sucks funktioniert somit als Katalog der strahlendsten Stars der Porno-Chic-Ära: Jamie Gillis, Annette Haven, Serena, Kay Parker, John Leslie, Seka, John Holmes und Paul Thomas.











