Tigran Hamasyan: Manifeste
Tigran Hamasyan begann mit drei Jahren Klavier zu spielen und widmete sich ab sechs Jahren systematisch der Musik. Mit neun Jahren widmete er sich vollständig dem Jazz und erkannte bald, dass armenische Volksmotive eine ebenso wesentliche Inspirationsquelle für ihn waren wie Aufnahmen amerikanischer Jazzlegenden — und begann, sie in seine eigenen Kompositionen einzuweben.
Seine frühe Karriere wird durch eine Reihe von Wettbewerbserfolgen definiert: Mit sechzehn Jahren triumphierte er bei Jazz à Juan Révélations und beim Montreux-Festival (Kritikerpreis); mit neunzehn Jahren gewann er den prestigeträchtigen Wettbewerb des Thelonious Monk Institute in Los Angeles. Seit seinem Debüt World Passion hat er zehn Studioalben veröffentlicht, die sich zwischen Jazz und armenischer Volksmusik bewegen, mit gelegentlichen Ausflügen in Progressive Rock. Er hat mit Verve und ECM zusammengearbeitet und veröffentlicht nun auf dem Label Nonesuch — darunter das Album StandArt (Interpretationen von Jazzstandards von Jerome Kern, Charlie Parker und anderen) und das konzeptionelle Doppelalbum The Bird of a Thousand Voices, inspiriert von einem armenischen Volksmärchen.
Sein aktuelles Album Manifeste entstand über zwei Jahre in verschiedenen Studios auf der ganzen Welt. Hamasyan bewegt sich auf einen dichteren Sound an der Schnittstelle von Jazz und Progressive Rock zu, integriert metallisch gefärbte Gitarre, traditionelle armenische Instrumente und den Jerewaner Staatlichen Kammerchor.