Štěpánská: Neue städtische Repräsentation zwischen Handel und Wohnen
Die Štěpánská-Straße war ursprünglich eine ruhige Wohnverbindung zwischen der Ječná und dem Wenzelsplatz. In den 1930er Jahren wurde sie jedoch durch den Druck des Stadtzentrums, den wachsenden Automobilverkehr und die Stärkung der Unternehmerschicht unkenntlich verändert – traditionelle Bebauung wurde durch moderne Mietshäuser, Handels- und Verwaltungsgebäude ersetzt.
Architekten wie Josef Havlíček, Eugen Rosenberg, Bohumír Kozák und Jaroslav Vančura entwarfen hier Gebäude, die Geschäftsparterre, Büroräume und komfortable Wohnungen kombinierten – oft mit aufwendig gestalteten Schaufenstern, Passagen oder Sälen. Die Architektur dieser Häuser verbindet späten Funktionalismus mit Betonung auf Repräsentation, hochwertige Materialien und künstlerische Kultur.
Der Spaziergang wird von der Plattform Modernist Prague vorbereitet, die aus dem Architekturhistoriker Adam Štěch und dem Architekten Jan Bureš besteht. Die Route führt durch dieses weniger bekannte modernistische Viertel und bietet einen Querschnitt der Architektur der späten 1930er Jahre; Stationen umfassen Gebäude von Eugen Rosenberg, Josef Havlíček, Bohumír Kozák, Stiv Vacek, Jaroslav Vančura, Martin Reiner, Gustav Paul, Vít Obrtel und anderen.
Treffpunkt: vor dem Gebäude Štěpánská 622/36 (Štěpánská-Passage, Geschäft Swim), Prag 1 – Neustadt. Route: Prag 1 und 2 – Neustadt. Dauer: 2,5 Stunden.