Lang, Breit und Kurzsichtig
Žižkovské divadlo Járy Cimrmana, Prag
Ein Märchen, das bei Kindern durchfiel.
Den ersten Teil der Aufführung bildet ein umfangreiches Seminar Cimrmans Weg zur tschechischen Märchenwelt. Das eigentliche Theaterstück folgt einer beschwerlichen Reise mit dem Ziel, der Prinzessin Goldlöckchen ihre weibliche Schönheit zurückzugeben – sie wurde vom bösen Riesen Kolodej verhext. Im ersten Akt kommt Prinz Jason zum königlichen Schloss und stellt fest, dass seine ersehnte Braut (durch Kolodejs Zauber) einen Bart und eine Schuhgröße fünfundvierzig hat. Er beschließt, den Fluch zu brechen, und macht sich mit Goldlöckchen, ihrem königlichen Vater und Scharfblick auf den Weg zu Großvater Allwissend um Rat. Von ferne beobachtet Jasons Zwilling – der böse Prinz Drsony – das Geschehen und wartet auf den richtigen Moment, um einzugreifen und die Prinzessin für sich zu gewinnen.
Großvater Allwissend rät trotz fortgeschrittener Sklerose, Kolodej seinen Zauberring zu stehlen. Ein direkter Kampf misslingt, aber durch List gelingt es – Kolodej wird zum Weinen gebracht, zieht sein Taschentuch heraus und der Ring fällt aus seiner Tasche. Das Märchen endet glücklich: Mit dem gestohlenen Ring erhält Prinzessin Goldlöckchen ihre weibliche Schönheit zurück.