kdykam

Mondstein

fand statt · 24. Mai 2026

Studio Hrdinů, Prag

Beschreibung wurde vor der Veranstaltung verfasst

"Die Geschichte eines Jungen, der nie existierte" ist eine Sondierung der inneren Welt eines einsamen Anti-Helden, dessen Schicksal durch seine sexuelle Orientierung und das Fehlen familiärer Unterstützung bestimmt wird. Das zentrale Motiv ist die Freiheit und Unabhängigkeit eines Individuums, das seine "Andersartigkeit" – auf Isländisch hinsegin – als natürlich akzeptiert und als autonomes menschliches Wesen lebt, unabhängig von den Urteilen seiner Umgebung.

Die Handlung spielt sich 1918 in Reykjavik ab, im letzten Jahr des Ersten Weltkriegs. Die Isländer feiern den Sieg ihres jahrhundertelangen Kampfes um Unabhängigkeit, doch gleichzeitig bricht eine Spanische-Grippe-Epidemie aus und der Vulkan Katla bricht aus. Die ersten Kinos öffnen ihre Türen, wo der Junge Máni (Mond) Zuflucht findet und nicht nur seine Leidenschaft für Film entdeckt, sondern auch das Mädchen Sólu (Sonne), das an die ungezähmte und mysteriöse Irma Vep erinnert, die Heldin der düsteren Krimiserie Les Vampires.

Tschechische Erstaufführung einer Adaption des gleichnamigen Romans des zeitgenössischen isländischen Autors Sjón. Projektpartner sind das Isländische Zentrum für Performative Kunst Tjarnarbíó und der Isländische Nationale Verband der sexuellen Minderheiten Samtökin ´78, die die Grundlage für die Aufführung auf Island und ein Begleitprogramm bieten – vor allem öffentliche Diskussionen mit dem Publikum unter der Leitung von Ásta Kristín Benediktsdóttir, einer Literaturwissenschaftlerin mit Spezialisierung auf moderne isländische Literatur.

Warnung: Die Aufführung verwendet Stroboskoplicht.