Vernissage + Fünf Tet
"Wenn du das hast, was wir eine Wohnung mit Gesicht nennen, bekommt dein Leben plötzlich - ob du willst oder nicht - auch ein bestimmtes Gesicht - irgendwie eine neue Dimension - einen anderen Rhythmus, einen anderen Inhalt, eine andere Ordnung."
Das Einakter-Schauspiel Vernissage zeigt Václav Havels erfolgreichste Theaterfigur, den verbotenen Schriftsteller Vaněk, und erzählt von einem Zusammenprall unterschiedlicher Lebensvorstellungen.
Ein Ehepaar, Michal und Věra, laden ihren Freund Bedřich ein, um ihm ihre neue Wohnung zu zeigen und ihn durch eine spezifische "Vernissage" von der Richtigkeit und Vollkommenheit ihrer Lebensweise zu überzeugen. Der schüchterne, aber prinzipientreue Vaněk weigert sich während der Normalisierungsjahre, sich dem Diktat des Polizeistaates zu unterwerfen, und versucht, nach seinem Gewissen zu leben.
Die Inszenierung endet mit Fünf Tet - einem kurzen Text, den Václav Havel als Fortsetzung schrieb und in dem er die Schicksale der Figuren aus der Vernissage in einer neuen Zeit und unter einem neuen politischen System zeigt.











