Benvenuta
Der Film Benvenuta erinnert in vielem an Delvauxs früheren Film Treffen in Bray. Die Erzählung entfaltet sich auf zwei Ebenen, die nicht deutlich voneinander unterschieden sind und kausal zusammenhängen können, aber nicht müssen. Beide Geschichten handeln von ungewöhnlichen Liebesbegegnungen und ergänzen sich auf interessante Weise.
In der ersten besucht der Drehbuchautor François (Mathieu Carrière) die Schriftstellerin Jeanne (Françoise Fabian), deren Figur Benvenuta er gerne für den Film adaptieren würde. Die parallele Geschichte einer leidenschaftlichen Begegnung eines Mädchens (Fanny Ardant) mit ihrem italienischen Liebhaber Livio Capri (Vittorio Gassman), der sie Benvenuta nennt, könnte genau die Geschichte sein, die François verfilmen möchte.
Beiden Geschichten spielen sich jedoch in der Gegenwart ab, und das abschließende Treffen der beiden Protagonisten deutet darauf hin, dass diese Mehrdeutigkeit für die Erzählung von Benvenuta entscheidend ist.











