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Podskalí

Sa, 17. Okt. 2026 · 14:00

Podskalská celnice na Výtoni, Prag

Podskalí — Podskalská celnice na Výtoni, Prag

Ein Spaziergang am rechten Ufer der Moldau durch das charakteristische Prager Viertel Podskalí und die historische Siedlung Zderaz.

Podskalí war eine Siedlung, die älter war als die von Karl IV. gegründete Neustadt. Sie behielt ihren charakteristischen Charakter - zwei lange Straßen parallel zur Moldau mit kurzen senkrechten Gassen - bis zur Regulierung der Moldauufer. Damit verschwanden die Katzengasse und die Hundegasse, das königliche Salzhaus, das Podol-Rathaus und andere Orte, die den Pragern einst vertraut waren.

Der Lebensunterhalt der Podskalí-Bewohner war traditionell mit der Arbeit an der Moldau verbunden: Sie waren Meister der Holzflößerei, Eisernte, Sandabbau und Fischerei. Dieses harte Handwerk und eine Mischung aus Sprachen und Dialekten führten zu einer einzigartigen Flößersprache. Einige Ausdrücke sind heute unverständlich - zum Beispiel "abrkšvint" (ein Podskalí-Spitzname für Holzflößer, vom deutschen "ale rychle") oder "táhnout lantem" (nach der Arbeit zu Fuß nach Hause gehen). Andere sind alltäglich geworden: das Zählen "raz dva" oder das Wort für eine Flussschleuse "šlajsna".

Die Siedlung Zderaz erstreckte sich um den Břežská-Felsen, einen Felsen, der zwischen dem Karlsplatz und dem Jiráskův-Ufer nicht mehr existiert. Der Ort hat heute eine etwas mysteriöse Atmosphäre - es gibt keinen Felsen oder keine Burg, und die Siedlung wird nur durch den Straßennamen "Na Zderaze" in Erinnerung gerufen. Dennoch können hier noch Spuren der ursprünglichen Siedlung gefunden werden.

Praktische Informationen:
- Treffpunkt: vor dem Zollhaus am Výtoň
- Führer: Miroslav Křižan
- Dauer: etwa 2 Stunden
- Ende: bei der St.-Wenzels-Kirche