From Scratch
Haben wir alles unter Kontrolle? Wie hat das Ganze eigentlich angefangen? Aus dem Nichts. Anfangs dachten wir, wir schaffen es, glätten kleine Ungleichgewichte und Fehltritte, Spuren von Funktionsstörungen, schlechte Synchronisation. Wir würden einfach so tun, als hätten wir alles unter Kontrolle - Bewegungen, Töne, Lichtstrahlen, Boden, Decke, unser eigenes Gleichgewicht, eine ausgestreckte Hand. Irgendwo haben wir einen Fehler gemacht. Vielleicht konnten wir ihn nicht verhindern, aber wir können ihn nicht länger ignorieren und so tun, als wäre alles perfekt. Aber was ist eigentlich passiert? Und warum sind wir ausgerechnet hier? Wir spielen alles von vorne ab.
Das Tanzstück entfaltet sich wie ein Strom subtil eskalierender Bilder - von banalen Trippelschritten und alltäglichen Niederträchtigkeiten bis zur Sehnsucht nach gegenseitiger Nähe. Zwei Tänzer treffen sich in einer theatralischen und existenziellen Improvisation, ihre funktionale Welt zerfällt ihnen in den Händen.
Was bleibt am Ende, wenn alles andere versagt? Was übersteht die grotesken Versuche, sich gegenseitig zu stützen? Nur tanzende Schatten.











