Thin Skin
DOX Centrum současného umění, Prag
Die Trapezartistin Eliška Brtnická widmet sich seit langem künstlerischer Forschung im Bereich des zeitgenössischen Zirkus. Sie untersucht, was eine Trapez ist, welche Formen sie annehmen kann, wie sich dies in der Körperbewegung widerspiegelt und was diese Bewegung dem Publikum vermittelt. Ihre Arbeit ist ausgesprochen visuell, weshalb dieses neue Projekt im Kontext einer Galerie präsentiert wird. In Thin Skin, das sie mit Alžběta Tichá und Filip Zahradnický entwickelt hat, behandelt sie die Trapez als kinetische und aktive Skulptur - dekonstruiert sie, verändert ihre Parameter radikal, und eine lange dünne Eisenstange wird zur Hauptprotagonistin.
"Wir sind fasziniert vom Verhalten dieses Materials; die Bewegung der hängenden Stange hypnotisiert uns fast. Bestimmte Bewegungen können die Form der Trapez unwiederbringlich verändern und neue Bedingungen der Instabilität schaffen, an die wir uns anpassen müssen. Wir setzen uns mit Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit auseinander, die nur durch dünne Haut zu spüren sind."
Thin Skin ist eine meditative Bewegungsinstallation - eine Welt als grafisches Modell, eine Landschaft aus Linien. Metallstangen verflechten sich im Raum mit den Körpern von Performern, die sensibel auf die physikalischen Reaktionen des Materials, ihres Partners, reagieren. Bewegliche Skulpturen erscheinen und verschwinden; ihre archetypischen Strukturen können mit Bedeutung gefüllt oder einfach fließen gelassen werden. Der Körper prägt sich in die Materie ein, das Bild in den Geist, die Zeit biegt sich. Diese "intuitive Physik" demonstriert die grundlegendsten Prinzipien der Existenz im Gravitationsfeld der Erde.











