Distorted Session 2: Fokus auf Polen
Dům umění města Brna, Brünn
Das Kunsthaus lädt zu einem Treffen mit dem polnischen Filmemacher und Videokünstler Józef Robakowski im Rahmen der Ausstellung "Distorted Image. Kapitel aus den Anfängen der Videokunst" ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 27. Mai um 17:00 Uhr im Kunsthaus am Malinovského náměstí in Brno statt und umfasst eine Führung und eine Diskussion mit dem Künstler über die Veränderungen der polnischen Kunst und Gesellschaft sowie sein eigenes Werk.
Robakowski präsentiert zwei Zyklen: "Żywa Galeria 1" (1975, 20 Min.) und "Żywa Galeria 2" (2025, 20 Min.). In der ersten Serie von 1975 forderte er Künstler der polnischen Neoavantgarde auf, ihre eigene Aktion vor der Kamera in anderthalb Minuten zu realisieren. Dasselbe Konzept wendete er fünfzig Jahre später an – diesmal mit neunzehn jüngeren Künstlern aus dem Multimediabereich.
Die Ausstellung selbst (Ausstellungsarchitektur: Kateřina Radakulan) beleuchtet die Anfänge der Videokunst in der ehemaligen Tschechoslowakei, Polen und Ungarn von den späten 1960er Jahren bis Mitte der 1990er Jahre. Sie umfasst experimentelle Filme, Aufzeichnungen von Performances, frühe Animationen und unabhängige Videomagazine, die auf Kassetten verbreitet wurden – darunter Original Videojournal, Videomagazín Vokna, Videomagazín Karla Kyncla und Infermental. Außerdem sind verschiedene Formen von Videoinstallationen und Videoskulpturen zu sehen, von denen viele nur noch in dokumentarischer Form erhalten sind.