Rausch
Švandovo divadlo, Prag
Einem Menschen fehlt von Geburt an 0,5 ‰ Alkohol im Blut zum Glück. Zeit, das zu ändern. Eine grausame nordische Komödie, in der am Ende getanzt wird… Aber zu welchem Preis?!
Vier Freunde – Gymnasiallehrer für Geschichte, Musik, Sport und Psychologie – haben ihre Lebensziele und Träume längst aufgegeben, sowohl beruflich als auch privat. Das Burnout hat sie eingeholt, und sie vegetieren in der monotonen Routine des Alltags dahin. Bis sie eines Tages bei der 40. Geburtstagsfeier des Jüngsten von einer eigenwilligen Theorie eines norwegischen Philosophen erfahren. Diese besagt, dass ein Mensch mit einem Defizit von einem halben Promille Alkohol im Blut geboren wird. Würde man diesen ausgleichen, würde sein Leben sofort bunter, er hätte viel mehr Selbstvertrauen, wäre kreativer und insgesamt zufriedener und glücklicher. Angesichts der Stagnation ihrer Leben im beruflichen und privaten Bereich und ihrer langjährigen Resignation gegenüber all ihren Lebenszielen und Träumen beschließen sie, dieses Gedankenexperiment in der Praxis zu testen. Schließlich muss da etwas dran sein – Winston Churchill, Arthur Rimbaud, Ernest Hemingway, Franklin Delano Roosevelt, Jackson Pollock, Charles Bukowski und viele andere hatten praktisch ständig Alkohol im Blut. Martin, Nikolaj, Peter und Tommy kaufen also Alkohol und Atemtester. Das Experiment kann beginnen. Es scheint, die Theorie funktioniert tatsächlich. Warum also nicht die Dosen erhöhen? Logischerweise sollten sich all diese positiven Ergebnisse verstärken. Und dann bleibt nur noch, den sogenannten "Rausch" zu erreichen.