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Parsifalky

Di, 22. Sept. 2026 · 20:00

Libeň-Synagoge, Prag

Parsifalky — Libeň-Synagoge, Prag

Eine dokumentarische Theaterinstallation über Flucht aus dem Haus, dysfunktionale Familien und Heimerziehung.

Das Werk setzt die vorherigen Teile des Projekts "Parsifal" fort, die in den beiden vorherigen Jahren auf dem Festival gezeigt wurden, und entwickelt die Zusammenarbeit zwischen Regisseurin Apolena Vanišová und Klienten einer Einrichtung für Heimerziehung weiter. Zur Gruppe der Jungen gesellen sich erwachsene Frauen mit Erfahrung in Erziehungsheimen hinzu. Die Geschichte von Parsifal erhält eine weibliche Dimension und erwachsene Lebenserfahrung. Ein Treffen der Generationen an einem Tisch bringt Themen von Flucht aus dem Haus, zerbrochenen Familienbanden und Ambitionen, die auf das System trafen. Was geschieht mit Kinderträumen, nachdem man die Mauern der Einrichtung verlässt, und wie schwer ist es, nachts einfach zu gehen?

"Als ich zum ersten Mal von zu Hause weglief, war ich etwa sieben Jahre alt. Ich hatte Angst, nach Hause zu gehen, weil ich wieder geschlagen würde. Ich bin zu meiner Großmutter gelaufen und dachte, ich könnte dort bleiben. Nachdem ich einmal weglief, lief ich immer wieder weg. Dann kam der Wendepunkt. Meine Mutter hat mich so geschlagen, dass etwas in mir zerbrach. Und ich fing an, die Dinge anders zu machen." - Lucie

"In Počátkách habe ich die neunte Klasse fast mit Auszeichnung abgeschlossen. Große Ambitionen, Fotografieschule, Grafik. Ich liebte es. Nach der Schule nach Hause, lernen, großartige Noten... aber meinen Großeltern gefiel das nicht, und ich hörte nur, dass ich nach Počátkách zurückkehren sollte, ins Heim. Da dachte ich: 'Nun, es ist Zeit, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.' Nachts habe ich meine Sachen gepackt und bin von zu Hause weggegangen." - Sofie

Konzept und Realisierung: Apolena Vanišová
Visuelle Zusammenarbeit: Johana Střížková
Technische Unterstützung: Tomáš Mládek und Petr Zábrodský
Pädagogische Zusammenarbeit: Bohdana Košťálová
Darstellende: David, Jakub, Jan, Lucie, Milan, Nicolas, Patrik und Sofie
Produzentin: Ewa Zembok, Produktionsplattform Rekultur