
Wilde Erdbeeren
Bergmans Meisterwerk folgt einem alternden Professor auf einer transformativen Reise durch Schweden, wo er sich Sterblichkeit, Reue und dem Sinn des Lebens stellt. Eine tiefe Meditation über Zeit und die menschliche Existenz.
Victor David Sjöström (20. September 1879 - 3. Januar 1960) war ein schwedischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler, dessen Werk die Entwicklung des Weltkinos nachhaltig prägte. In Schweden etablierte er sich als Pionier des Stummfilms - sein Körkarlen (Der Fuhrmann des Todes, 1921) zählte zu Ingmar Bergmans meistgenannten Inspirationsquellen. Von 1923 bis 1930 drehte er unter dem Namen Victor Seastrom für MGM in Hollywood, darunter He Who Gets Slapped (1924) und The Wind (1928). Den Abschluss seiner Karriere bildete die Hauptrolle des alternden Professors Isak Borg in Bergmans Wilde Erdbeeren (1957) - sein letzter und bekanntester Auftritt vor der Kamera.
Das Trylon Cinema in Minneapolis zeigte Wilde Erdbeeren (1957) im 35-mm-Format als Teil eines Sommerprogramms, das Sjöströms Vermächtnis gewidmet war.
Die Montrealer Cinémathèque québécoise eröffnete eine umfangreiche Retrospektive von Sjöströms Werk mit dem Titel "Victor Sjöström, Scandinavian Visionary", die Vorführungen von The Wind, Wilde Erdbeeren und Körkarlen umfasste.
Nosferatu (2024), unter der Regie von Robert Eggers, würdigte Sjöströms Körkarlen mit einer Szene mit einer pferdelosen Kutsche, die Kritiker und Rezensenten vielfach als direkte Hommage zitierten.
Körkarlen (1921) wurde unter Horrorfilmen mit einer perfekten 100-prozentigen Bewertung auf Rotten Tomatoes aufgeführt, was das anhaltende kritische Ansehen des Films bestätigte.